Lehof, Naturdenkmal aus Sandstein nördlich von Quedlinburg, Deutschland
Der Lehof ist ein 176,3 m hoher Sandsteinfelsen nordöstlich von Quedlinburg, aufgebaut aus dickbankigen bis massigen Sandsteinen des höheren Coniac (Involutussandstein) der Oberkreide. Der frühere Sandsteinabbau formte seinen Osthang zu einer steilen Felswand; das Plateau ist vor allem mit Kiefern bewachsen, unterhalb der Felsen wachsen Robinien und Birken. Von der Ostseite des Plateaus reicht der Blick über das nördliche Harzvorland und nach Süden auf Quedlinburg und den Harz.
Bis in die 1930er Jahre wurde Sandstein am Lehof abgebaut, wobei Arbeiter 1930 Bronze-Zeitalter-Artefakte wie Schwerter und Ringe entdeckten. Diese Funde zeigen, dass die Gegend bereits in der Antike besiedelt war.
Am nordöstlichen Rand des Lehof stand einst ein Wachturm, der Teil des mittelalterlichen Schutzsystems der Stadt Quedlinburg war. Diese Verteidigungsanlage zeigt, wie wichtig die Höhenlage für die Sicherheit der damaligen Besiedlung war.
Der Lehof liegt nordöstlich von Quedlinburg, die Autobahn A 36 führt unmittelbar nördlich vorbei. Der Felsen ist ein geschütztes Naturdenkmal; bleiben Sie auf den vorhandenen Wegen und lassen Sie Sandstein und Vegetation unberührt. Das Plateau ist vor allem mit Kiefern bewachsen, und die Ostseite fällt als steile Felswand ab, die der frühere Steinbruch geformt hat.
Der Name lautete ursprünglich Leho, was Grabhügel bedeutet; das später angehängte f deutet auf einen Hof hin, den es nie gab. Ein 1930 am Fuß des Felsens entdeckter bronzezeitlicher Hortfund mit einem Schwert sowie Ringen und Ketten ist heute größtenteils im Schlossmuseum Quedlinburg ausgestellt.
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