St. Moritz, Kirchengebäude in Taucha, Deutschland
St. Moritz ist die evangelisch-lutherische Stadtkirche von Taucha, eine Saalkirche mit einem hohen cremefarbenen Turm links, der von einem dunklen, mehrstufigen Dach mit kleiner Spitze und darunter einem runden Zifferblatt bekrönt wird. Die lange Halle rechts hat ein steiles dunkles Dach und hohe Bogenfenster in cremefarbenen Mauern. Sie steht neben anderen Gebäuden nahe dem Markt.
Zwischen 1220 und 1250 entstand nahe dem Markt eine erste steinerne Stadtkirche, geweiht dem heiligen Mauritius, dem Schutzpatron von Stadt und Erzstift Magdeburg. 1600 bis 1603 wurde sie vergrößert, beim Großen Stadtbrand am 9. Juli 1768 jedoch fast vollständig zerstört. Der Wiederaufbau begann im Oktober 1772 unter Leitung der Stadt Leipzig, finanziert durch eine vom Kurfürsten genehmigte Sammlung, die 2.000 Taler einbrachte; eingeweiht wurde die Kirche am 25. September 1774.
Namenspatron der Kirche ist der Heilige Mauritius, Schutzheiliger der Stadt und des Erzstifts Magdeburg; diese Widmung besteht seit der ersten steinernen Stadtkirche von 1220 bis 1250. Drei Bronzeglocken mit den Tönen d', fis' und a' läuten bis heute in Taucha.
Die Kirche befindet sich zentral in Taucha und ist leicht zu Fuß vom Stadtzentrum aus erreichbar. Besucher sollten prüfen, ob das Gebäude für Innenbesichtigungen offen ist, da die Zugangszeiten je nach Veranstaltungen und Wartungszeiträumen unterschiedlich sein können.
Die 1996 eingebaute Hauptorgel war 1975 von Günter Ismayr für St. Nikolaus und Ulrich in Nürnberg-Mögeldorf gebaut worden; die Werkstatt Eule baute das Gehäuse um und passte die Intonation an Taucha an. Seit dem 31. Oktober 2012 steht auf der zweiten Empore ein Positiv von Rühle aus dem Jahr 1965, das aus Thekla stammt und für Musik der Renaissance gestimmt ist.
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