Kulturpalast Unterwellenborn, Kulturzentrum in Unterwellenborn, Deutschland
Der Kulturpalast Unterwellenborn ist ein Kulturzentrum mit Theatersälen und Veranstaltungsräumen in einem großen Gebäudekomplex in Thüringen. Das Haus verfügt über mehrere Bühnen und Säle, die für unterschiedliche Arten von Aufführungen genutzt werden.
Der Kulturpalast wurde am 13. Oktober 1954 der Betriebsgewerkschaftsleitung der Maxhütte zur kostenlosen Nutzung durch die Angestellten übergeben, mit Saal, Betriebsbücherei, Tageslichtkino und Veranstaltungsservice. Der erste Spatenstich erfolgte am 16. April 1952, der Grundstein wurde am 22. Juni 1952 gelegt. 1963 wurde das Haus zum Kreiskulturhaus erhoben, 1981 dem Dichter Johannes R. Becher gewidmet.
1981 wurde der Kulturpalast dem Dichter Johannes R. Becher gewidmet, 1963 zum Kreiskulturhaus erhoben. In seinen Räumen befanden sich eine Betriebsbücherei, ein Tageslichtkino und ein Veranstaltungsservice der Betriebsgewerkschaftsleitung der Maxhütte; Busse brachten Besucher aus den Nachbarkreisen.
Das Gebäude steht auf einem kleinen Hügel zwischen drei Siedlungen, unweit des Bahnhofs Unterwellenborn an der Bahnstrecke Leipzig–Probstzella und nahe der B 281. Zu DDR-Zeiten war es an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden; Bustransfers brachten Besucher aus den Nachbarkreisen. Der Haupteingang liegt an einem von zwei Seitenflügeln gefassten Hof.
Der Architekt Josef Kaiser, Verfasser des angenommenen vierten Entwurfs, war seit Mitte der 1930er Jahre auch als Opernsänger tätig und kannte die akustischen Anforderungen an Theater aus eigener Erfahrung. Der spätere Schriftsteller Ror Wolf arbeitete als Betonbauer-Lehrling der Maxhütte auf der Baustelle und erlebte dort kurz vor seiner Flucht nach Westdeutschland den Aufstand vom 17. Juni 1953.
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