Kleines Schloss, Kulturerbe Schloss in Blankenburg, Deutschland
Das Kleine Schloss ist ein kleines Rokokogebäude am Schnappelberg 6 in Blankenburg, am Fuß des Burgbergs. Ab 1777 wurde es aus Sandsteinquadern neu errichtet, mit einer zweieinhalbgeschossigen Straßenfassade, drei von geschweiften Giebeln bekrönten Risaliten und einem Walmdach. Wegen des Geländes ist die Gartenseite nur eineinhalbgeschossig.
1725 ließ Herzog Ludwig Rudolf für Christine Luise ein Fachwerk-Orangenhaus errichten; ab 1777 wurde es in Sandsteinquadern im Rokokostil umgebaut. Von 1914 bis 1918 diente es als Wohnsitz der Welfen; 1917 kam hier Friederike, die spätere Königin von Griechenland, zur Welt. Nach 1945 wurde es Volkseigentum und beherbergte ab 1948 das Städtische Museum.
Der Name Kleines Schloss grenzt es vom benachbarten Großen Schloss ab. Die Straßenfassade trägt die Initiale C für Herzog Karl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel, der das Haus ab 1777 in Sandstein erneuern ließ. Seit 2022 zeigen zwei Räume eine Dauerausstellung zu den Blankenburger Schlossgärten und den Welfen.
Das Kleine Schloss steht am Schnappelberg 6 am östlichen Fuß des Burgbergs, südlich liegen die Schlossgärten, vor der Nordseite das Sühnekreuz. Die Touristinformation im Inneren ist Ausgangspunkt für das Servicebüro der Harzer Wandernadel. Die straßenseitige Fassade ist schlicht und von Gehweg aus ablesbar; gartenseitig hat das Haus wegen des Geländes nur eineinhalb Geschosse.
Die Kopie des Braunschweiger Löwen vor der Gartenfront wurde 1953 aufgestellt; ursprünglich stand sie auf der Terrasse des Großen Schlosses. Die Großplastik blickt in Richtung Braunschweig, der ehemaligen Hauptstadt des Herzogtums, zu dem Blankenburg bis 1945 gehörte.
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