Liebfrauenkirche, Evangelische Kirche in Neustadt am Rübenberge, Deutschland
Die Liebfrauenkirche ist eine Pfarrkirche mit gotischen Stilmerkmalen, die im Zentrum von Neustadt am Rübenberge steht und das religiöse Leben der Stadt prägt. Das Bauwerk verbindet architektonische Besonderheiten aus verschiedenen Epochen und bietet Raum für Andachten sowie Gemeindeveranstaltungen.
Der heutige Bau wurde ab der Mitte des 13. Jahrhunderts vermutlich als Pfarrkirche errichtet und war von 1280 bis 1295 Augustinerstiftskirche. Eine Inschrift neben dem Südportal nennt einen eingreifenden Umbau 1500–1502. Nach dem Stadtbrand von 1727 finanzierte König Georg II. die Wiederherstellung; nach 1787 erhielt die Kirche ein flacheres Dach und eine spätbarocke Ausstattung.
Die Kirche ist evangelisch-lutherisch, nicht katholisch. Ihr Name verweist auf ein Marienpatrozinium, das erst ab 1370 belegt ist; zuvor war sie dem heiligen Petrus geweiht. Die Rokoko-Ausstattung von 1787 stammt von Johann Friedrich Blasius Ziesenis: ein ehemaliger Kanzelaltar, ein geschnitzter Taufständer mit dem Lamm Gottes und ein Lesepult. Zwei Kronleuchter aus dem 17. Jahrhundert hängen im Inneren.
Die Kirche ist regelmäßig für Besucher und Gläubige zugänglich und zeigt ihre Architektur im Inneren gut. Während der Besichtigung sollte man beachten, dass laufende Gottesdienste den Zugang einschränken können.
Die Orgel ist ein Werk der Firma Emil Hammer Orgelbau von 1965 mit 34 Registern auf drei Manualen und Pedal und wurde 2011 durch Jörg Bente Orgelbau restauriert. Im gedrungenen Westturm hängen drei Glocken: Die große, 1647 von Ludolf Siegfriedt gegossene wiegt 1500 kg und klingt in d′; am Turmhelm hängen zudem zwei Schlagglocken, wohl aus dem 13. Jahrhundert.
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