Gut Schmerwitz, Gutshof in Wiesenburg/Mark, Deutschland
Das Gutshaus Schmerwitz ist ein mehrflügeliger Putzbau mit barockem Kern: ein eingeschossiger Mittelflügel mit zweigeschossigem Mittelrisalit zum Hof und zum Garten. Zwei zurückgesetzte, zweigeschossige Seitenflügel schließen sich an, und ein großer zweigeschossiger Nordflügel mit Schweifgiebel fasst den Ehrenhof. Im Süden steht ein moderner Anbau.
Oberst August Friedrich Brandt von Lindau (1661–1734) gab 1730 seinen Wohnsitz in Zerbst auf und zog dauerhaft auf das Rittergut Schmerwitz, das er bis 1736 zum repräsentativen Wohnsitz ausbauen ließ. Die Familie blieb bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Eigentümerin. Ab August 1945 beherbergte das Gutshaus die Landesparteischule der KPD Brandenburg, ab 2. Mai 1946 die SED-Landesparteischule „Ernst Thälmann“, später die Zentralschule der Volkspolizei und ab 1959 die Zentralschule für Kampfgruppen.
Der Wirtschaftshof beherbergt heute mehrere lokale Handwerksbetriebe, darunter einen Hofladen, eine Küchenwerkstatt und die Töpferei Königsblau. Diese Nutzung zeigt, wie historische Orte neue Leben bekommen und die Gemeinschaft unterstützen können.
Das Gutshaus ist ein mehrflügeliger Putzbau: Der eingeschossige Mittelflügel trägt einen zweigeschossigen Mittelrisaliten mit dem Hauptportal zum Ehrenhof, und ein im rechten Winkel anschließender Nordflügel hat einen Schweifgiebel. Zwei zweigeschossige Seitenflügel stehen gegenüber dem Mittelflügel zurück, im Süden schließt ein moderner Anbau an.
Das Gut verbindet geschützte Gebäude mit umgebenden Parklandschaften, wodurch ein Architektur-Ensemble entsteht, das die ländliche Geschichte Brandenburgs zeigt. Diese Mischung aus bewahrten Strukturen und grünen Flächen ist für die Region besonders charakteristisch.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.887 Mitwirkenden weltweit.