Altes Elektrizitätswerk, Historisches Elektrizitätswerk in Cottbus, Deutschland.
Das Alte Elektrizitätswerk Cottbus ist ein rotes Ziegelmonument im neugotischen Stil, bei dem einige Ziegel zur Fassadenverzierung grün glasiert sind. Die drei parallel angeordneten Gebäude unterscheiden sich in der Höhe: Die höhere mittlere Maschinenhalle reicht weiter zum Mühlgraben, das eingeschossige Kesselhaus steht an ihrer Ostwand, und der zweigeschossige Verwaltungstrakt mit angebautem Schalthaus liegt im Westen. Spitzbogenblenden, Pfeilergiebel und Ecktürmchen verzieren die Fassaden.
Das Werk wurde 1902 und 1903 von Siemens & Halske nach dem Entwurf des Cottbuser Stadtbaurats Richard Bachsmann erbaut und versorgte zunächst Straßenbahnen und 138 Hausanschlüsse Cottbus mit Strom. Es entstand auf dem Gelände zweier Fachwerkmühlen, die 1882 abbrannten. Am 27. April 1903 nahm es seinen Betrieb auf, angetrieben durch die Wasserkraft des Mühlgrabens.
Das Gebäude zeigt, wie die Stadt Ende des 19. Jahrhunderts von Wasserkraft zur elektrischen Versorgung wechselte. Man sieht an der massiven Bauweise und den grünen Ziegeln deutlich, dass Elektrizität damals etwas Wichtiges und Modernes war.
Das Gebäude steht an der Straße Am Spreeufer 1, gegenüber dem Goethepark am Mühlgraben. Seit der Restaurierung ab 2013 sind Ingenieurbüros und Wohnungen untergebracht, das Innere ist für Besucher nicht zugänglich; die drei Ziegelbaukörper, der Schornstein und die grün glasierten Steine sind von der Straße und vom Park aus zu sehen.
An der Ostwand der Maschinenhalle liegt das eingeschossige Kesselhaus, daneben steht ein massiver Schornstein auf einem mit Putzblenden verzierten Sockel. Die Maschinenhalle hat fassadenhohe Spitzbogenfenster an den Schmalseiten und ein hohes Satteldach.
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