St. Johannis, Gotische Kirche in Petersdorf, Fehmarn, Deutschland.
Die St. Johanniskirche ist eine Kirche mit einem Turm aus rauem grauem Stein, der von einem steilen dunklen Helm bekrönt wird, und einem Schiff aus rotem Backstein unter einem roten Ziegeldach. Die Backsteinwand wird von hohen Spitzbogenfenstern mit hellem Maßwerk durchbrochen, an der rechten Ecke steht ein runder Treppenturm mit Kegeldach. Der Turm ist über 60 Meter hoch und damit der höchste Fehmarns.
Die St.-Johannis-Kirche wurde im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts zunächst als zweischiffige spätromanische Kirche erbaut. Um 1300 war ein Ausbau auf vier Schiffe geplant, verwirklicht wurden nur das Südschiff und ein gotischer Chorraum. 1856 veränderte eine als „höchst barbarisch“ bezeichnete Restauration den Innenraum, der ursprünglich wie in Burg und Landkirchen weiß verputzt war.
Die Kirche trägt den Namen Johannes des Täufers, des Schutzpatrons des Westerkirchspiels auf Fehmarn. Der Reichtum der Fehmarner Bauern zeigt sich in der Ausstattung: Zahlreiche Epitaphien füllen den Innenraum, das älteste ist das von Jürgen Rauert, der 1633 mit 49 Jahren starb; sein Renaissance-Rahmen fasst eine Kopie nach Hans von Aachens Kupferstich der Grablegung Christi.
Der Zugang ist tagsüber möglich, und regelmässige Besichtigungen werden angeboten, wobei Nachfragen unter der Telefonnummer 04371 3341 beantwortet werden. Die Kirche liegt in Petersdorf und ist gut für Besucher erreichbar, die die Inselkirchen Fehmarns erkunden möchten.
Das älteste Ausstattungsstück ist der Taufstein aus gotländischem Kalkstein aus der Erbauungszeit der Kirche; er steht heute in einer Art Taufkapelle im Südschiff, von der aus man den Altar nicht sieht. Darüber hängt ein achteckiger Taufdeckel von 1779 mit einem segnenden Christus, gestiftet vom Kämmerer Hans Lafrentz und seiner Frau Anna geb. Mackeprang, die auch Kanzel und Altar renovieren ließen.
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