St.-Marien-Kirche, Romanische Kirche in Esgrus, Deutschland
Die St.-Marien-Kirche ist eine romanische Feldsteinkirche auf einem Hügel abseits von Esgrus, vor 1200 mit einschiffigem Langhaus und eingezogenem Chor errichtet. Im 15. Jahrhundert erhielt der Chor einen fünfseitigen Schluss und ein Gewölbe im gotischen Stil aus Backstein. Um 1500 kamen der massive Backsteinturm mit steilem, schiefergedecktem Pyramidenspitz, ein Vorhaus im Norden und eine Grabkapelle hinzu.
Vor 1200 als zweite Kirche der Nieharde nach Sörup errichtet, verlor sie um 1230 mit der Gründung Sterups ihren Kirchspielmittelpunkt und liegt seither ohne Kirchdorf. An das romanische Langhaus und den Feldsteinchor wurden um 1500 der Backsteinturm, das Vorhaus vor dem Nordportal und eine später abgetragene Grabkapelle des Gutes Brunsholm angebaut. Im 15. Jahrhundert erhielt der Chor einen gotischen 5/8-Schluss aus Backstein und ein Gewölbe.
Die Kirche ist der Gottesmutter Maria geweiht; vor dem Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 wurde der Gottesdienst teils auf Dänisch, teils auf Deutsch gehalten. Im Chor stehen ebenerdige Herrschaftsstühle der Gutsherren von Rundhof und Brunsholm mit ihren Wappen, die zu den ältesten erhaltenen in Schleswig-Holstein zählen und teils bis ins 20. Jahrhundert genutzt wurden.
Die Kirche steht auf einem Hügel abseits des Ortes Esgrus und gehört zur Kirchengemeinde Nieharde der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Das Langhaus hat seine flache Holzdecke, die Nordwand ihre wiederhergestellten romanischen Fenster; der Chor besitzt zwei Gewölbe. Zu finden sind zwei Portale an der Süd- und der Nordwand.
Der Turm ist aus Backstein, nicht aus Eiche: Die Quellen beschreiben einen massiven Backsteinturm, der um 1500 angebaut wurde, mit sechseckigem Pyramidenspitz und Schieferdach. Der auf 1441 datierte Glockenturm aus Eichenbalken gehört zu einem anderen Bau und nicht zu dieser Kirche.
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