Bismarckturm, Monumentalturm in Steinbergkirche, Deutschland
Der Bismarckturm ist ein 32,3 Meter hoher Turm einschließlich Fahnenmastspitze auf dem Scheersberg in Steinbergkirche. Der vom Architekten Alexander Wilhelm Prale im neugotischen Stil gestaltete Bau besitzt eine Aussichtsplattform in 18,30 Metern Höhe und zeigt auf vier Stockwerken eine Dauerausstellung zur schleswig-holsteinischen Geschichte seit 1848.
Die Planung eines neugotischen Turms zu Ehren Otto von Bismarcks begann 1899, und Spenden sicherten 1900 die Finanzierung, im selben Jahr erfolgte die Grundsteinlegung. Die 373 im Turm verbauten Namenssteine erwiesen sich bei der Spendeneinwerbung als besonders effektiv. Steine der Grabkammer des Hügelgrabs Räveshoi wurden nach dessen Abtragung im Fundament verwendet. Der vom Architekten Alexander Wilhelm Prale gestaltete Turm wurde am 5. Juni 1903 eingeweiht.
Das Eingangsportal ist ein vorgesetztes Stufengiebelgewände, darüber eine Marmortafel mit Inschrift und eine 85 cm hohe Halbbüste Bismarcks als Bronzerelief mit Eichenlaub und Schleife, gefertigt von Schäffer & Walcker aus Berlin. Unter einem angedeuteten Torbogen im Mauerwerk sitzt eine Rosette mit stilisiertem Preußischem Wappenschild, heute verwittert. Seit 1982 ist der Turm das zentrale Element des Wappens von Quern und gilt als Wahrzeichen Angelns.
Der Bismarckturm ist zur Winterzeit geschlossen; geöffnet ist er in der Regel zwischen März und den Herbstferien. Er gehört dem Kreis Schleswig-Flensburg und wird von einem ehrenamtlichen Turmausschuss verwaltet.
Die 373 Namenssteine im Mauerwerk waren das wirksamste Mittel der Spendenwerbung: Die Namen der Spender wurden direkt in den Stein gemeißelt. Die Steine der Grabkammer des Hügelgrabes Räveshoi auf dem Gelände wurden nach dessen Abtragung im Fundament des Turmes wiederverwendet.
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