Katharinenkloster, Mittelalterliches Kloster in Stendal, Deutschland.
St. Katharinen ist eine einschiffige gotische Backsteinkirche mit fünfseitigem Chorschluss, Satteldach und Dachreiter, erbaut zwischen 1472 und 1490. Strebepfeiler gliedern die Wände, die Spitzbogenfenster sind im Schiff breiter und im Chor schmaler. Ein mittelalterlicher Kreuzgangflügel mit Kreuzrippengewölben ist erhalten, die ehemaligen Klostergebäude beherbergen heute das Altmärkische Museum.
Das Kloster wurde 1456 von Kurfürst Friedrich II. von Brandenburg als Benediktinerinnenkloster gegründet und nahm nach 1469 die Augustinusregel an. Die Kirche wurde zwischen 1472 und 1490 geweiht und an Stelle des Hospitals zum Heiligen Geist erbaut. 1540 wandelte die Reformation das Kloster in ein Damenstift um, das 1945 aufgelöst wurde; Kirche und Kreuzgang wurden 1985–1986 restauriert.
Das Kloster beherbergt heute ein Museum, das Besucher mit Ausstellungen zur Geschichte der Region Altmark vertraut macht. Diese Sammlungen erzählen vom Leben der Menschen in der Gegend und zeigen Handwerk sowie Alltägliches aus früheren Zeiten.
Der Ort ist leicht zu erreichen und der Komplex kann bei Führungen erkundet werden, die architektonische Merkmale erläutern. Besucher sollten sich Zeit nehmen, um sowohl die Kirche als auch die angrenzenden Gebäude und Höfe zu besichtigen.
Im zweiten Joch der Nordwand hängt die ehemalige Glocke der Katharinenkirche, 1759 in Salzwedel von Meister C. B. Behrens aus Bronze gegossen; ihre vierzeilige lateinische Umschrift nennt das Kloster, die Domina von Vinzelberg und den Klostervorsteher Andreas Warnicke als Auftraggeber.
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