In den Rödern bei Babenhausen, Schutzgebiet in Babenhausen, Deutschland
In den Rödern bei Babenhausen ist ein Naturschutzgebiet im südöstlichen Teil der Stadt im südlichen Hessen und umfasst etwa 86 Hektar offene Sandflächen mit einzelnen Kiefern. Die Dünen und Grasfelder erstrecken sich über flaches bis sanft gewelltes Gelände mit sehr geringem Nährstoffgehalt im Boden.
Das Militär nutzte das Areal ab 1901 für Übungen und hinterließ die kargen Sandflächen, die nach dem Abzug der US-Truppen 2007 in Bundesbesitz übergingen. Naturschützer sicherten 1991 erste Schutzmaßnahmen, bis das Gebiet 2008 Teil des europäischen Natura-2000-Netzwerks wurde.
Der Name bezieht sich auf die historische Bezeichnung des Geländes und die Lage nahe der Kleinstadt im Odenwald. Heute dient das Gebiet als Rückzugsraum für spezialisierte Pflanzen und Insekten, die auf offene Sandflächen angewiesen sind.
Informationstafeln entlang der Wege erklären die seltenen Pflanzen und Tierarten, die in dem sandigen Lebensraum vorkommen. Das Gelände ist frei zugänglich und liegt etwa drei Kilometer vom Ortskern Babenhausen entfernt.
Przewalski-Pferde beweiden die Flächen und halten dadurch die Vegetation niedrig, was den nährstoffarmen Sandboden erhält. Diese Pferdeart aus Zentralasien wurde hier angesiedelt, weil ihre Fressgewohnheiten die seltenen Insekten und Pflanzen fördern, die nur auf offenem Sand überleben können.
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