Kriegsgräberstätten Westfriedhof, Kriegsgräberstätte im Westfriedhof, Magdeburg, Deutschland
Die Kriegsgräberstätten Westfriedhof ist ein Kriegsfriedhof auf dem größten Friedhof Magdeburgs mit Einzel- und Massengräbern aus beiden Weltkriegen. Das Gelände erstreckt sich über etwa 10.000 Quadratmeter und ist in verschiedene Bereiche für Militärgräber und zivile Kriegsopfer unterteilt.
Der Friedhof entstand nach dem Ersten Weltkrieg, als 273 deutsche Soldaten dort ihre letzte Ruhestätte fanden, die in hiesigen Lazaretten starben. Während des Zweiten Weltkriegs kamen etwa 1.086 weitere Soldaten hinzu, viele davon als Opfer der Luftangriffe von 1945.
Die Gedenkwand zeigt 740 Tafeln für Opfer des Faschismus, während eine Skulptur von Fritz Cremer Themen aus Bertolt Brechts Werken aufgreift. Diese Kunstwerke prägen das Gedenken an diesem Ort und laden zum Innehalten ein.
Der Friedhof liegt in der Großen Diesdorfer Straße 90 und ist öffentlich zugänglich, mit deutlich gekennzeichneten Bereichen für Militärgräber und Kriegsopfer. Die Wege sind gepflegt und bieten Orientierungshilfen für Besucher, die sich Zeit nehmen möchten zum Gedenken.
Bei Bauarbeiten wurde ein Massengrab mit etwa 60 unbekannten Leichen entdeckt, die vom früheren KGB-Standort in der Klausenerstrase stammten. Dieser Fund erinnert an die dunkle Geschichte der sowjetischen Besatzung nach 1945.
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