Kirchenruine Wachau, Kirchenruine in Wachau, Markkleeberg, Deutschland.
Die Kirchenruine Wachau ist die baulich gesicherte Ruine einer 1866–1867 nach Plänen von Constantin Lipsius errichteten neogotischen Kirche auf kreuzförmigem Grundriss mit Fünfachtelschluss. Alle Außenwände mit doppelt getreppten Strebepfeilern stehen; das Kirchenschiff ist nach oben offen und mit Platten belegt, die Apsis mit einfachem Altar ist überdacht. Erhalten sind das Westportal, die hohen gotischen Fensteröffnungen teils mit Maßwerk und zwei große Maßwerkrosetten des Querschiffs.
Eine Kirche in Wachau wurde erstmals 1393 erwähnt und unterstand bis ins 16. Jahrhundert dem Kloster Buch. Der neugotische Neubau nach Entwürfen von Constantin Lipsius entstand 1866–1867. Britische Luftminen beschädigten 1943 das Dach, amerikanische Brandbomben trafen 1945 Turm und Sakristei; nach 1974 wurde der Turm teilweise abgetragen und das Gewölbe des Kirchenschiffs brach ein.
Seit der Einweihung am 11. Mai 1997 finden in der gesicherten Ruine im Sommer Gottesdienste, Trauungen, Taufen und Konzerte verschiedener Art statt. Der Maler Aris Kalaizis nutzte sie in seinem Bild „Das Martyrium des hl. Bartholomäus“ als Sinnbild eines kaum erreichbaren, verwaisten Ortes.
Der Ort ist etwas abseits der Hauptwege gelegen, daher sollte man ausreichend Zeit für die Anfahrt einplanen und auf lokale Beschilderung achten. Die Zugänglichkeit ist für Rollstuhlfahrer begrenzt, und Besucher sollten auf unebenes Gelände und Trittsicherheit vorbereitet sein.
Ein Blitzschlag 1974 traf den Turm und führte zu dessen teilweisem Einsturz, wobei Trümmer das Gewölbe des Schiffs zerstörten. Dieser Moment markierte die Umwandlung des beschädigten Kriegsbaus in die heutige Ruine, die nun als offener Raum fungiert.
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