Dresdner Totentanz, Steinrelief in der Dreikönigskirche, Dresden, Deutschland
Der Dresdner Totentanz ist ein Sandstein-Relief in der Dreikönigskirche, das eine Prozession von Figuren darstellt, angeführt von einer Gestalt des Todes, die ein Blasinstrument spielt. Das Werk nimmt einen dedizierten Platz unter der Orgelempore ein und zeigt kunstvolle Details in der Ausarbeitung jeder einzelnen Figur.
Das Relief wurde 1534 von Christoph Walther I geschaffen und stand ursprünglich am Georgentor, dem nördlichen Eingangstor Dresdens. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es konserviert und 1991 in den Kirchenraum verlegt.
Das Relief zeigt Menschen aus verschiedenen Ständen - Geistliche, Adlige und einfache Bürger - nebeneinander, was verdeutlicht, dass der Tod alle Menschen gleich behandelt, unabhängig von ihrem sozialen Rang oder ihrer Herkunft.
Das Relief befindet sich unter der Orgelempore in der Dreikönigskirche und kann während der Öffnungszeiten besichtigt werden. Es lohnt sich, Zeit für die Details des Werkes einzuplanen, da diese von nahes am besten zu erkennen sind.
Das Werk überstand die Bombardierung Dresdens 1945 und ist eines der wenigen erhaltenen Werke dieser Kunstform aus dieser Zeit in der Stadt. Seine Rettung verdankt es der Tatsache, dass es beim Georgentor lag und später in Sicherheit gebracht wurde, bevor der Kirchenraum selbst wieder aufgebaut wurde.
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