Ratinger Waldsee, Naturschutzgebiet in Ratingen, Deutschland
Der Ratinger Waldsee ist ein großflächiges Abgrabungsgewässer südlich des Autobahnkreuzes Breitscheid im Bereich der Siedlung Krummen Weg in Ratingen. An seinem Nordrand fließt der naturnahe Hummelsbach; am Nordostrand liegt am Fuß einer steilen Böschung ein quelliger Erlenbruchwald. Stellenweise säumen schmale, unterbrochene Röhrichtzonen den See, an den Ufern stehen überwiegend Erlen, Birken und höher gelegen auch Kiefern.
Der Ratinger Waldsee wurde 1993 unter der Kennung ME-024 zum Naturschutzgebiet erklärt. Geschützt werden ein großflächiges Abgrabungsgewässer und der naturnahe Hummelsbach, der am Nordrand entlangfließt. Nordöstlich grenzt das 13 ha große Naturschutzgebiet Hummelsbach (ME-007) an.
Der Name des Sees verweist auf die Siedlung Krummen Weg und den Ratinger Wald; das Gebiet ist als Naturschutzgebiet mit der Kennung ME-024 ausgewiesen. Besucher können an den Ufern nach Sumpf-Schwertlilie und Rauhem Hornblatt Ausschau halten und den Haubentaucher beobachten, der hier eine stabile Brutpopulation bildet.
Das Gebiet liegt im Dreieck aus A52, A3 und L139, südlich des Autobahnkreuzes Breitscheid beim Siedlungsbereich Krummen Weg. Markierte Wege gibt es nicht: Der Schutz soll eine intensive Erholungsnutzung vermeiden, sodass See und Ufer am besten von den umliegenden Wegen aus zu beobachten sind.
Der See ist ein ehemaliges Abgrabungsgewässer, und sein stilles, graugrünes Wasser spiegelt die Baumreihe am gegenüberliegenden Ufer. Nahe der Mitte ragen zwei abgebrochene Baumstümpfe mit gezackten Ästen aus dem Wasser, während am Ufer Schilf und belaubte Pflanzen wachsen. Unter Wasser gedeiht das Rauhe Hornblatt, und der Haubentaucher, Leitart des Gebiets, hat hier eine stabile Brutpopulation aufgebaut.
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