Gut Petersdorf, Gut in Lensahn, Schleswig-Holstein, Deutschland
Gut Petersdorf ist ein anderthalbgeschossiges Herrenhaus unter einem Walmdach, ein schlichter heller Putzbau, dessen Eingangsseite Eckrustika und ein von ionischen Säulen flankiertes Sandsteinportal zieren. Der Lübecker Architekt Joseph Christian Lillie baute für Freiherr Hans Detlef von Hammerstein ein Doppelhaus aus dem 17. Jahrhundert um. Der alte Hofplatz ist von zu Teichen erweiterten Wassergräben umgeben; neben dem neugotischen Backsteintorhaus von 1867 steht ein Fachwerk-Wagenschuppen.
Petersdorf entstand in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts durch eine Erbteilung aus dem heute nicht mehr existenten Gut Gneningen. Von 1459 bis 1642 gehörte es den von Pogwisch, dann bis 1671 den von Buchwaldt und bis 1709 den von Ahlefeld; von 1709 bis 1763 besaßen es die von Levetzow. Um 1806 ließ Freiherr Hans Detlef von Hammerstein ein Doppelhaus aus dem 17. Jahrhundert durch den Lübecker Architekten Joseph Christian Lillie zum heutigen Herrenhaus umbauen, ging dabei jedoch Konkurs. Seit 1908 ist die Familie von Ludowig Eigentümerin.
Seit 1908 bewirtschaftet die Familie von Ludowig das Gut, inzwischen in vierter Generation. Ende der 1960er Jahre wurde die Rinderzucht eingestellt; heute baut der Betrieb auf rund 400 Hektar Raps, Weizen, Wintergerste, Biogasrüben und Mais an, mit Waldfläche sind es etwa 460 Hektar. Das Torhaus von 1867, ein Backsteinbau im neugotischen Stil, steht direkt neben dem Wagenschuppen in Fachwerkbauweise.
Das Gut liegt auf offener Landschaft und ist am besten mit eigenem Transport zu erreichen, da öffentliche Verbindungen in dieser ländlichen Gegend begrenzt sind. Besucher sollten beachten, dass es sich um einen aktiven Bauernhof handelt und nicht um ein Museum mit geöffneten Toren.
Unter Hans Detlef von Hammerstein wurde der Wirtschaftshof verlegt und über zwei Steinbogenbrücken erschlossen, die beide erhalten sind. Das Torhaus stammt von 1867, ein Backsteinbau in neugotischem Stil, direkt daneben steht ein Fachwerk-Wagenschuppen. Der alte Hofplatz ist von Wassergräben umgeben, die zu Teichen erweitert wurden.
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