Altes Schloss der Eremitage in Bayreuth, Sommerpalast in Bayreuth, Deutschland
Das Schloss Eremitage in Bayreuth ist ein vierflugeliges Bauwerk mit einer Grotte am Sudeingang und einem Ballsaal im Nordflügel. Die komplexe Struktur verbindet repräsentative Räume mit privaten Gemächern, wobei mehrere Kabinette mit wertvollen Sammlungen wie Lackpaneelen und chinesischen Spiegeln ausgestattet sind.
Der Markgraf Georg Wilhelm gab 1715 den Auftrag für den Bau dieses Sommerpalastes, wobei der Architekt Johann David Räntz der Ältere das Projekt leitete. Das Schloss entwickelte sich über Jahrzehnte hinweg zu einem zentralen Treffpunkt des markgräflichen Hofes, besonders unter der Leitung der Markgräfin Wilhelmine.
Der Name bezieht sich darauf, dass die Bewohner zeitweise wie Eremiten lebten und sich in Waldhutten aufhielten, bevor sie sich abends zum Feiern trafen. Diese spielerische Lebensweise prägte das Ansehen des Schlosses unter der lokalen Bevölkerung stark.
Die Besichtigung erfolgt über Führungen, bei denen die Besucher die verschiedenen Flügel und Kabinette sehen können. Nach einer umfangreichen Restaurierung im Jahr 2009 sind viele ursprüngliche architektonische Elemente und Ausstattungen wieder sichtbar und zugänglich.
Zwei Lackpaneele im Japanischen Kabinett stammen vom preussischen König Friedrich dem Grossen, einem wertvollen Beweis diplomatischer Beziehungen. Diese seltenen ostasiatischen Kunstwerke zeigen den kosmopolitischen Geschmack des Hofes im 18. Jahrhundert.
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