Neues Schloss, Barockschloss in Bayreuth, Deutschland.
Das Neue Schloss ist ein Barockpalast in Bayreuth, der um einen Sonnentempel angeordnet ist. Die geschwungenen Arkadenflügel bilden ein ovales Gebäudeensemble mit symmetrischen Seiten und einer Orangerie.
Der Bau entstand zwischen 1749 und 1753 unter Leitung der Markgräfin Wilhelmine. Das Schloss ersetzte ein früheres Gartengelände, das einen Heckenirrgarten mit verschiedenen Kunstinstallationen beherbergt hatte.
Der Name Eremitage geht auf die höfische Einsiedelei unter Markgraf Georg Wilhelm zurück, die Friedrich III. 1735 seiner Gemahlin Wilhelmine schenkte. Die grottenartigen Fassaden des Neuen Schlosses sind mit Quarzkristallen und Karneolsteinen besetzt: Die blauen, grünen und gelben Schlacken stammten aus den Glashütten in Warmensteinach und Bischofsgrün, die schwarzen aus Kupferberg, die roten aus der Nähe von Sanspareil, die Kristalle aus Weißdorf und Raumetengrün.
Die Anlage liegt im Park der Eremitage östlich des Ortsteils Sankt Johannis, getrennt vom Neuen Schloss in der Innenstadt. Der mittlere Sonnentempel und die beiden Zirkelbauten sind nicht miteinander verbunden, man geht zwischen ihnen im Freien. Das Innere wurde nach 1945 nicht wiederhergestellt, der Besuch gilt daher den Außenmauern und den mit Kristallen besetzten Fassaden.
Auf der Kuppel des zentralen Tempels sitzt eine vergoldete Quadriga, in der Apollo die tägliche Sonnenfahrt über die Markgrafschaft darstellt. Diese Statue ist ein seltenes Beispiel für solche aufwendigen Dachdekorationen an deutschen Schlössern des 18. Jahrhunderts.
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