St.-Wilhadi-Kirche, Mittelalterliche Kirche in Ulsnis, Deutschland.
Die St.-Wilhadi-Kirche ist eine romanische Feldsteinkirche auf einer Erhebung an der Schlei, Mitte des 12. Jahrhunderts aus heimischen Findlingen und rheinischem Tuff errichtet. Ihre weiß verputzten Wände tragen ein steiles rotes Ziegeldach, einen dunklen Spitzhelm mit Uhr und ein niedriges Südportal mit Bogen. Ein westlicher Anbau, wohl vor 1200 entstanden, hat doppelt so dicke Feldsteinmauern wie das ursprüngliche Schiff.
Der Kirchenbau entstand im Verlauf des 12. Jahrhunderts und wurde später dem Missionar Willehad gewidmet, was einen Wechsel von der ursprünglichen Marienverehrung bedeutete. Diese Umbenennungen zeigen, wie sich religiöse Schwerpunkte und Verehrungen in der Region verschoben.
Die Kirche trägt den Namen des Missionars Willehad und prägt mit ihrer massiven Steinform die Landschaft der Region. Das Innere zeigt wie Menschen hier über Jahrhunderte ihre Gläubigkeit ausdrückten, von handwerklich gefertigten Objekten bis zu prachtvollen Orgelklängen.
Die Kirche liegt auf einer Erhebung an der Schlei; zwei Alleen von Osten und Südwesten führen auf sie zu und enden jeweils an einem weiß verputzten Backsteintor zum Friedhof, die Tore stammen von 1716 und 1772. Das Südportal wird noch genutzt, das Nordportal ist zugemauert. Der Glockenturm steht außerhalb des Friedhofs auf einem bronzezeitlichen Hügelgrab.
Der bronzezeitliche Grabhügel liegt nicht unter der Kirche, sondern östlich von ihr außerhalb der Friedhofsmauer; auf ihm steht der hölzerne Glockenstuhl von 1759 mit drei Glocken von 1869, 1959 und 1996. Die beiden Bildsteine sitzen nicht im östlichen Anbau: Der Eckquader mit Tänzerin und Paar befindet sich an der Nordostseite, der Paarstein heute an der Südwand.
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