St. Verena, Katholische Kirche in Bad Wurzach, Deutschland
St. Verena ist eine frühklassizistische Emporenhalle, die 1775–1777 von Johann Jakob Willibald Ruez und Christian Jäger erbaut wurde. Die konvex geschwungene Westfassade zeigt toskanische Pilaster auf hohen Sockeln und einen Mittelturm, dessen Sockel auf 1487 datiert ist. Im Inneren führt ein verbreitertes Mittelschiff mit abgerundeten Ostenden in einen eingezogenen Chor; das Langhausdeckengemälde von Andreas Brugger (1777) ist von Louis-seize-Stuck gerahmt.
Die Pfarrei wurde erstmals 1275 erwähnt, doch die heutige Kirche entstand zwischen 1775 und 1777. Diese Neubauperiode markierte die Umgestaltung der Gemeinde nach neuen architektonischen Idealen der Zeit.
Die Pfarrei ist ab 1275 belegt und wird ab 1422 namentlich genannt. Der von Franz Xaver Feuchtmayer dem Jüngeren in die Chorapsis eingepasste Hochaltar trägt in der Nische die Figur des ungläubigen Thomas, seitlich begleitet von den Heiligen Verena und Konrad aus der Hand Johann Friedrich Vollmars.
Besucher sollten bei der Erkundung des Innenraums Zeit einplanen, um die Deckenmalereien und Stuckarbeiten in aller Ruhe zu betrachten. Eine gute Orientierung bietet sich an, wenn man sich zuerst einen Überblick verschafft, bevor man sich einzelne Bereiche näher ansieht.
Die vier Bronzeglocken im Turm sind alle historisch, doch die Quelle nennt keine einzelnen Gussdaten; die Jahreszahlen 1563 und 1721 früherer Fassungen sind nicht belegt. Die Orgel, 2004 von der Giengener Orgelmanufaktur Gebr. Link gebaut, steht in einem Gehäuse von Joseph Höß von 1784 und hat 36 Register auf drei Manualen und Pedal.
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