Mesolithischer Bestattungsplatz von Groß Fredenwalde, Mesolithischer Friedhof in Gerswalde, Deutschland
Der Mesolithische Bestattungsplatz von Groß Fredenwalde ist ein archäologischer Fundort im Nordosten Deutschlands mit mehreren Gräbern aus der Steinzeit. An diesem Ort wurden die sterblichen Überreste von etwa zwölf Personen gefunden, zusammen mit Werkzeugen, Knochen und anderen Gegenständen aus Feuerstein.
Der Bestattungsplatz wurde etwa zwischen 6400 und 4900 v. Chr. genutzt und gilt als ältestes Gräberfeld Deutschlands und Mitteleuropas. Entdeckt wurde er 1962 beim Ausheben einer Baugrube auf dem Gipfel des Weinbergs, wobei Skelettreste von sechs Personen zum Vorschein kamen. 1992 erfolgte eine Radiokarbondatierung; ab 2012 führte der Archäologe Thomas Terberger Nachgrabungen durch, die die Bedeutung des Fundplatzes zeigten.
Die Toten wurden mit rotem Ocker und Beigaben wie Knochenpfriemen, Feuersteinklingen und auf einem Band aufgefädelten durchbohrten Tierzahnanhängern bestattet, was Einflüsse aus Nordeuropa zeigt. Ein um 6400 v. Chr. bestattetes Kleinkind wurde mit Ocker bestreut, ein junger Mann aufrecht in eine offen gelassene Grube gelegt, die später zugeschüttet und mit einem Feuer bedeckt wurde.
Der Ort liegt etwa 80 Kilometer nordöstlich von Berlin und ist heute ein Forschungsgebiet für Archäologen. Um die freigelegten Funde und ihre Bedeutung für das Verständnis der Steinzeit zu sehen, sollte man sich vorher über die aktuellen Zugangsbedingungen informieren.
Die stehende Bestattung von Groß Fredenwalde hat keine Parallele in Mitteleuropa. Vergleichbare 45-Grad-Positionen sind nur vom Gräberfeld von Zvejnieki in Lettland und von Oleni Ostrov in Russland bekannt, nicht aus Karelien. Der etwa 25-jährige, rund 156 cm große Mann wurde um 5000 v. Chr. aufrecht in eine offen gelassene Grube eingebracht; nach dem Zerfall des Körpers wurde die Grube zugeschüttet und ein Feuer darüber entzündet.
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