Römerkastell Saarbrücken, Römische Festung in Saarbrücken, Deutschland.
Das Römerkastell Saarbrücken ist eine spätrömische Festung im Stadtteil St. Johann, in einem kleinen Park an der Straße An der Römerbrücke. Sein 0,66 Hektar großer Grundriss verbindet ein Rechteck im Südwesten mit einem angegliederten Trapez im Nordosten; vier Rundtürme der vorderen Ecken mit 6,4 bis 6,8 m Durchmesser wurden freigelegt. Der Mauerkern bestand aus Opus caementicium mit Sandbruchstein in Opus spicatum, die Fundamente reichen rund 2 m unter das heutige Laufniveau.
Das Kastell wurde 1924 bei Bauarbeiten entdeckt, als der damalige Konservator Carl Klein die Fundamente freilegte und weitgehend ausgrub. Weitere Grabungen folgten 1927, 1932 und 1962, doch die Dokumentation der Vorkriegsgrabungen ging bei einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg verloren. Der Platz liegt an der Straße von Metz nach Worms, die mitten durch das Kastell verlief.
Der Name Vicus Saravus ist durch einen Meilenstein mit der Aufschrift „vico saravo“ belegt, der bei der Siedlung am Fuß des Halbergs gefunden wurde. Die römische Fernstraße von Metz nach Worms führte mitten durch das Kastell; ihr Belag war eine bis 12 cm dicke Packlage aus kleinen Kalksteinen, seitlich mit behauenen Kalksteinen eingefasst, während außerhalb Sandstein verwendet wurde. Besucher sehen den Straßenkörper nur 30 bis 40 cm unter dem heutigen Niveau.
Die Reste der Anlage befinden sich in einem kleinen Park, der leicht vom öffentlichen Verkehr zu erreichen ist. Der Ort ist frei zugänglich und bietet Platz zum Erkunden der archäologischen Überreste.
Die Grabung von 2009 am Osthafen, unweit des Kastells, wies einen Abschnitt der römischen Fernstraße von Divodurum (Metz) nach Borbetomagus (Worms) nach. Im Kastellinneren lag diese Straße nur 30 bis 40 cm unter dem heutigen Laufniveau und war mit behauenen Kalksteinen eingefasst.
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