Schloss Burgkemnitz, Renaissanceschloss in Muldestausee, Deutschland
Das Herrenhaus Burgkemnitz ist ein zweigeschossiger Bau mit drei Flügeln, der 1869 im Neurenaissancestil entstand und einige ältere Teile einbezog. Es besitzt zwei seitliche Ecktürme und an der Nordseite ein korbbogiges Portal, dessen Bogenfeld eine um 1696 datierte Inschrift trägt. Die Portale an der Hofseite stammen von den Vorgängerbauten, und große Teile der historischen Ausstattung sind erhalten. Zur Anlage gehört ein großer Park mit mehreren Teichen.
Die Anlage ging aus einer mittelalterlichen Wasserburg hervor und kam 1665 von den von Koseritz an Bodo von Bodenhausen, der die Linie Burgkemnitz begründete. Der heutige dreiflügelige Bau entstand 1869 im Neurenaissancestil für den Landrat Hans Bodo Freiherr von Bodenhausen, wobei ältere Teile einbezogen wurden. Letzter Besitzer bis zur Enteignung in der Bodenreform 1945 war Hans Kraft Freiherr von Bodenhausen.
1665 ging das Gut von der Familie von Koseritz an Bodo von Bodenhausen über, und über viele Generationen trugen die Nachfahren Hans als ersten Vornamen, darunter der Merseburger Domherr Hans Friedrich von Bodenhausen (1768–1837). Letzter Besitzer vor der Bodenreform 1945 war der Landrat Hans Kraft Freiherr von Bodenhausen.
Das Herrenhaus in der Schlaitzer Straße 14 steht leer und ist nicht zu besichtigen; das Gelände gehört zur von der Caritas betriebenen Wohn- und Förderstätte St. Lorenz, deren Neubauten an die Anlage angrenzen. Der große Park mit mehreren Teichen ist vom Ort Burgkemnitz in der Gemeinde Muldestausee aus zu Fuß erreichbar, die Umgebung erkundet man am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
An der Nordseite befindet sich ein korbbogiges Portal, dessen Bogenfeld eine um 1696 datierte Inschrift trägt; die Portale an der Hofseite stammen von den Vorgängerbauten. Auch große Teile der historischen Ausstattung blieben beim Umbau von 1869 erhalten.
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