Dorfkirche Liederstädt, Evangelische Kirche in Liederstädt, Deutschland.
Die Dorfkirche Liederstädt ist eine einschiffige Saalkirche mit rechteckigem Kirchenschiff und einem quadratischen Westturm, der in einer oktogonalen Glockenstube mit schiefergedeckter Schweifhaube und Laterne endet. Das Kirchenschiff zeigt Eckquaderungen und kleine Rundbogenfenster, die Ostfront schließt gerade ab mit einer Tür und zwei schmalen Spitzbogenfenstern. Im Inneren überspannt eine flache, dunkle Holzdecke den Raum.
Die Kirche entstand im 13. Jahrhundert als Filialkirche des Klosters Vitzenburg, der Westturm stammt aus dieser Zeit. Nach der Aufhebung des Klosters 1540 in der Reformation diente sie als evangelische Gemeindekirche. Im 18. Jahrhundert erhielt der Turm eine neue Glockenstube mit welscher Haube, um 1880 wurde das Kirchenschiff erweitert und umgebaut. Um 1960 erfolgte die letzte Sanierung.
Die Kirche gehört zur Kirchengemeinde Liederstädt im Kirchspiel Querfurt des Kirchenkreises Merseburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Ihre Glocke aus dem 13. Jahrhundert, um 1275 in Übergangsform zwischen Bienenkorb und Zuckerhut gegossen, trägt eine geritzte Inschrift und Pentagramme und zählt zu den ältesten und wertvollsten des Kirchenkreises. Seit 2010 hängt sie an einer elektrischen Läuteanlage mit Linearantrieb.
Die Kirche steht in Liederstädt, einem Ortsteil der Stadt Querfurt in Sachsen-Anhalt, an den Koordinaten 51,30885, 11,57972. Im Denkmalverzeichnis ist sie unter der Erfassungsnummer 094 21001 eingetragen. Da die Kirche wenig genutzt wird, hängen Besuche von Gottesdiensten und Veranstaltungen ab; Führungen lassen sich über das Pfarramt der Kirchengemeinde vereinbaren, die zum Kirchspiel Querfurt im Kirchenkreis Merseburg gehört.
Die älteste Glocke im Turm wurde um 1275 in Übergangsform zwischen Bienenkorb und Zuckerhut mit leichter Rippe gegossen, verziert mit geritzter Inschrift und eingegossenen Pentagrammen. Mit dem Nominal g′ zählt sie zu den ältesten und wertvollsten Glocken des Kirchenkreises Merseburg. Eine zweite Glocke aus dem 14. Jahrhundert verschwand, eine dritte von 1887 aus der Gießerei Ulrich in Laucha wurde 1917 abgenommen; 2010 erhielt die verbliebene Glocke eine elektrische Läuteanlage mit Linearantrieb.
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