Burg Nebra, Mittelalterliche Burgruine in Nebra, Deutschland
Die Burg Nebra ist die Ruine einer Höhenburg auf 148 m ü. NN in Nebra (Unstrut) im sachsen-anhaltischen Burgenlandkreis. Erhalten sind ein Wohnturm, Reste der nach 1250 erbauten Kapelle und die Tonnengewölbe des Weinkellers. Die Anlage steht auf einem südlich gelegenen Sandsteinfelsen.
Die neue Burg wurde 1207 erstmals erwähnt. Bis 1247 war sie ein Sitz der Landgrafen von Thüringen, danach kam sie an die Grafen von Querfurt. 1341 wurde sie von Friedrich dem Ernsthaften belagert und zerstört, ebenso im Sächsischen Bruderkrieg 1446 bis 1451 durch Truppen Friedrichs II. Von 1636 bis 1648 war sie von schwedischen Truppen besetzt.
Der Name Nebra ist der der Stadt unterhalb, und der Burgplatz liegt an einem Abzweig der alten Kupferstraße. Die Altenburg auf dem nördlichen Bergsporn gilt als Ausgangspunkt für die Entwicklung des Ortes Nebra. Seit 1969 befindet sich auf ihrem Gelände ein Freibad, sodass Badegäste heute denselben Sporn nutzen wie die befestigte Höhensiedlung des 9. Jahrhunderts.
Die Burg Nebra liegt auf einem Sandsteinfelsen südlich der Nebraer Altstadt auf 148 m ü. NN; der Bergsporn der Altenburg nördlich der Stadt ist eine eigene Anlage und trägt seit 1969 ein Freibad. Von der neuen Burg sind nur der Wohnturm, Reste der Kapelle und die Tonnengewölbe des Weinkellers erhalten, die zu Fuß umrundet werden.
1962 kamen bei Grabungen am Nordrand der heutigen Stadt, auf dem Gelände des Altenburg-Sporns, neben vielen anderen Funden auch die Figurinen von Nebra zutage. Der Lagerplatz aus dem Jungpaläolithikum zeigt, dass der Sporn lange vor der befestigten Höhensiedlung des 9. Jahrhunderts genutzt wurde.
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