Nebra, Historische Gemeinde in Sachsen-Anhalt, Deutschland.
Nebra ist eine Kleinstadt im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt, gelegen am Unterlauf der Unstrut zwischen bewaldeten Hügeln und roten Sandsteinfelsen. Die Straßen führen zu einem mittelalterlichen Stadtkern mit Fachwerkhäusern und einer Kirche, während sich das Ufer der Unstrut für ruhige Spaziergänge eignet.
Eine Urkunde aus dem Jahr 876 erwähnt den Ort erstmals unter dem Namen "Nubra", als er noch eine slawische Siedlung war. Im 12. Jahrhundert erhielt der Ort Stadtrechte und entwickelte sich zu einem regionalen Handelszentrum entlang der Unstrut.
Der Name stammt vom slawischen Wort für "Neubauer" oder "Neurodung" und erinnert an frühe Siedler, die hier Land urbar machten. Heute führen Wanderwege durch die Weinberge und entlang der Unstrut, wo Besucher die Landschaft erleben können, die seit Jahrhunderten von Weinbau geprägt ist.
Ein Besuch lohnt sich vor allem im Frühjahr und Herbst, wenn die Weinberge grüne oder goldene Farben tragen und die Wanderwege gut begehbar sind. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen im Umkreis von etwa einem Kilometer vom Stadtzentrum und lassen sich zu Fuß erkunden.
Vier kleine Frauenfiguren aus der Altsteinzeit wurden 1962 in einer Höhle in der Nähe entdeckt und sind heute im Landesmuseum in Halle zu sehen. Diese Magdalénien-Figuren, etwa 14.000 Jahre alt, gehören zu den ältesten Kunstwerken, die in der Region gefunden wurden.
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