Tanais, Schiffsunglücksstelle nahe Heraklion, Griechenland
Das Wrack des SS Tanais liegt auf dem Meeresboden im Ägäischen Meer, nordwestlich von Kreta, und ist das Überbleibsel eines griechischen Frachtschiffs. Das Schiff war von deutschen Besatzungskräften beschlagnahmt worden und diente als Transportschiff.
Im Juni 1944 wurde das Schiff von dem britischen U-Boot HMS Vivid torpediert und sank vor der Küste Kretas. Zuvor hatte es unter anderem Deportierte aus Kreta transportiert, die in der Folge ums Leben kamen.
Das Schiff transportierte im Juni 1944 Hunderte von Deportierten, darunter jüdische Bewohner Kretas, die in Vernichtungslager gebracht werden sollten. Die Erinnerung an diesen Untergang ist bis heute Teil des kollektiven Gedächtnisses jüdischer Gemeinden in Griechenland.
Die Stelle befindet sich im offenen Meer und ist nur mit einem spezialisierten Tauch- oder Forschungsboot erreichbar. Wer den Ort besuchen möchte, sollte eng mit erfahrenen Fachleuten zusammenarbeiten, die mit den örtlichen Meeresbedingungen vertraut sind.
Das Schiff sank innerhalb von Sekunden nach dem Treffer, sodass die meisten Menschen an Bord keine Chance hatten zu entkommen. Unter den Opfern befanden sich fast alle jüdischen Bewohner Kretas, die zuvor von den deutschen Besatzern deportiert worden waren.
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