Fortifications of Heraklion, Mittelalterliches Befestigungssystem in Heraklion, Griechenland.
Die venezianischen Stadtmauern von Heraklion sind eine massive Befestigungsanlage aus Stein, die die Altstadt auf einer Länge von mehreren Kilometern umschließt und sieben Bastionen verbindet. Die Mauern haben vier Haupttore sowie weitere Zugänge und sind im Grundriss annähernd dreieckig.
Der Bau dieser Mauern begann im Jahr 1462 unter venezianischer Herrschaft und wurde von erfahrenen Militäringenieuren geplant. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurden die Befestigungen mehrfach erweitert und verstärkt, bevor die Stadt 1669 nach langer Belagerung an das Osmanische Reich fiel.
Die Tore der Mauern tragen Reliefs des geflügelten Löwen des Heiligen Markus, dem Symbol der venezianischen Republik. Wer durch die alten Tore in die Stadt geht, passiert heute noch dieselben Eingänge, die seit Jahrhunderten genutzt werden.
Die Mauern sind von außen gut zugänglich und können an mehreren Stellen betreten werden, wobei festes Schuhwerk empfohlen wird, da das Gelände uneben und stellenweise steil ist. Einige Bastionen bieten Aussichtspunkte über die Stadt und das Meer, andere Abschnitte sind weniger zugänglich und sollten mit Vorsicht erkundet werden.
Einer der Bastionen wurde später zu einem vollwertigen Fußballplatz umgebaut, der noch heute aktiv genutzt wird. Das Spielfeld liegt dabei unmittelbar auf dem historischen Mauerwerk, was den Bastionen eine sehr ungewöhnliche Doppelfunktion verleiht.
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