Dionysiuskirche, Protestantische Kirche in Grunbach, Deutschland
Die Dionysiuskirche ist ein Kirchengebäude in Grunbach mit einem achteckigen Turm und spätgotischen Elementen. Der Chor wird von einem Rippengewölbe gekrönt, während die Kirche von einer Ringmauer mit Stützpfeilern umgeben ist.
Das Gebäude wurde 1481 auf den Grundmauern eines älteren Bauwerks aus dem 11. Jahrhundert errichtet. Im Jahr 1863 erhielt die Kirche gotische Umgestaltungen durch den Architekten Christian Friedrich von Leins.
Die Kirche ist seit 1451 dem heiligen Dionysius gewidmet; 1537 kam Veranus als zweiter Patron hinzu. Das schmiedeeiserne Tor zum Kirchhof von Wolf-Dieter Kohler aus Stuttgart zeigt den Psalmvers „Der Vogel hat ein Nest gefunden“ (Psalm 84,4). Der moderne Taufstein unter der Kanzel wurde 1964 von Grunbacher Bürgern gestiftet.
Die Kirche steht in einem wehrhaften Kirchhof, dessen Ringmauer auf der abfallenden Ost- und Südseite starke Stützpfeiler hat. In der Südmauer sind zwei Steinkreuze mit eingemeißeltem Winzermesser („Horbe“) und ein mittelalterlicher Ortsarrest, das „Karräsperle“, zu finden. Der dreigeschossige Turm ist 37 Meter hoch und besitzt Schießscharten und Lichtschlitze.
Das älteste erhaltene Stück ist nicht der genutzte Taufstein, sondern ein tiefes romanisches Becken von um 1200; der moderne Taufstein unter der Kanzel wurde 1964 von Grunbacher Bürgern gestiftet. An der Südwand sind zudem Wandmalereien von um 1500 mit zwei knienden Engeln und Schriftbändern erhalten: Konturen und Hände sind alt, die erneuerten Bildteile gestrichelt.
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