St. Trinitatis, Lutherische Kirche in Roßla, Deutschland.
St. Trinitatis ist eine evangelisch-lutherische Kirche in Roßla, die sich durch ihre Steinmauern und einen markanten Turm auszeichnet. Das Gebäude zeigt regionale Bauweise und ist von weitem über die Landschaft des Südharz sichtbar.
Der heutige Kirchenbau entstand von 1868 bis 1873 im Stil der Neogotik als Ersatz für die 1659 durch Stadtbrand zerstörte und bis 1689 wiederaufgebaute St.-Burkhart-Kirche. Die Grundsteinlegung erfolgte am 19. August 1868, die Einweihung der 1200 Sitzplätze umfassenden Kirche am 21. Oktober 1873 durch Graf Botho zu Stolberg-Roßla. Architekt des Quaderbaus war der Kölner Baumeister Ferdinand Wendeler; die Kosten betrugen 64.000 Taler. Der Kirchturm des Vorgängerbaus blieb erhalten, seine spitzbogigen Fenster wurden verschlossen.
Der Name St. Trinitatis verweist auf die Dreifaltigkeit, an die auch die drei im Juli 1960 gegossenen Glocken erinnern: eine Sterbeglocke mit 1540 Kilogramm, eine Taufglocke mit 908 Kilogramm und eine Betglocke mit 428 Kilogramm, bestellt am 7. September 1959 und geweiht am 7. August 1960. Die Gemeinde feiert bis heute Gottesdienste in der Kirche, die zur Kirchengemeinde Roßla im Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda gehört.
Die Kirche liegt zentral im Dorf Roßla und ist leicht zu Fuß erreichbar, mit Parkplätzen in der Nähe des Eingangs. Besucher sollten vorher nachfragen, wenn sie das Innere besichtigen möchten, um sicherzustellen, dass der Zugang möglich ist.
Der Turm ist mit 65 Metern, nach anderen Angaben 68 Metern, der höchste Kirchturm im Harz. Der Turm des Vorgängerbaus blieb erhalten, seine spitzbogigen Fenster wurden verschlossen. Ein beim Orkan Kyrill zur Hälfte abgestürzter Fialturm wurde 2013 wiederhergestellt.
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