Schloss Roßla, Klassizistisches Schloss in Südharz, Deutschland
Schloss Roßla ist ein neoklassizistisches Schloss im Südharz mit charakteristischem viereckigem Grundriss und einem markanten Turm, der von einer Laternenkuppel gekrönt wird. Das Gebäude liegt inmitten eines englischen Parks mit seltenen Bäumen und wird heute als Veranstaltungsort genutzt.
Die Familie der Stolberg-Grafen erwarb das Schloss 1341 von den Hohstein-Grafen und machte es zum Mittelpunkt ihrer Region. Ein bedeutender Umbau unter Graf Botho fand um 1420 statt und prägte das heutige Aussehen des Gebäudes.
Das Schloss war Heimat einer bedeutenden Bibliothek, die von den ansässigen Adelsfamilien sorgfältig gepflegt wurde. Besucher können heute noch die Räume sehen, in denen diese wertvollen Sammlungen einmal aufbewahrt waren.
Das Schloss ist heute ein lebendiger Ort mit Restaurant, Kindertagesstätte und Räumen für Kulturvereine, wo auch regelmäßig Veranstaltungen stattfinden. Die Anlage ist leicht zugänglich und bietet Besuchern die Möglichkeit, sowohl die Außenbereiche als auch verschiedene Innenräume zu erkunden.
Während des Zweiten Weltkriegs war das Schloss mit einem Außenlager des KZ Dora verbunden und diente als Lagerraum für Ausrüstung der V2-Raketenproduktion. Diese düstere Rolle ist Teil der komplexen Geschichte des Ortes und kann bei Besuchen nachvollzogen werden.
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