Friedenskirche, Kirchengebäude in Jena, Deutschland
Die Friedenskirche ist ein Sakralbau in der Stadtmitte Jenas und zeigt Merkmale der Barockarchitektur aus dem späten 17. Jahrhundert. Das Gebäude besticht durch sein solides Mauerwerk und den typischen Kirchengrundriss mit Chor und Schiff.
Erbaut 1686–1693 als Johann-Georgs-Kirche, benannt nach Herzog Johann Georg II. von Sachsen-Eisenach, diente sie als neue Friedhofskirche auf dem Johannisfriedhof. Johann Heinrich Gengenbach leitete den Bau mit Johann Leonhard Reinhold, bis 1691 führte Johann Mützel die Bauleitung; die Einweihung erfolgte am 16. Juli 1693. 1743 wurde sie der Jenaer Garnisonsgemeinde zugewiesen und bis zur Umbenennung in Friedenskirche 1946 Garnisonskirche genannt.
Die Kirche hieß ursprünglich Johann-Georgs-Kirche nach Herzog Johann Georg II. von Sachsen-Eisenach und wurde 1946 in Friedenskirche umbenannt. Seit 1743 war sie der Jenaer Garnisonsgemeinde zugewiesen, weshalb sie lange als Garnisonskirche bezeichnet wurde. Im Inneren befinden sich 13 Epitaphien aus dem späten 17. und frühen 18. Jahrhundert, darunter im Chor die der Familie Tannenberger mit Gemälden der Grablegung und Auferstehung Christi.
Die Kirche steht an der Ecke Humboldtstraße/Philosophenweg links der Saale. Das Südportal ist zugemauert, der Zugang erfolgt über das Nordportal mit dem Relief von 1743 und dem Monogramm Herzog Ernst Augusts. Der Innenraum ist zu Gottesdiensten geöffnet; die Pfarrei gehört zum Kirchenkreis Jena.
Am Nordportal sitzt ein Relief von 1743 mit einer Kartusche mit dem Monogramm Herzog Ernst Augusts und Trophäen, angebracht, als die Kirche der Jenaer Garnisonsgemeinde zugewiesen wurde. Im Innern wurde der Kanzelaltar von 1835 in schlichter Form erneuert; die farbigen Chorfenster schuf Fritz Körner nach 1945.
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