Michaeliskirche, Protestantische Michaeliskirche in Zeitz, Deutschland.
Die Michaeliskirche in Zeitz ist ein Kirchengebäude, das spätromanische Merkmale mit gotischen Elementen verbindet. Die Konstruktion zeigt traditionelle regionale Bautechniken, die in der gesamten Struktur sichtbar sind.
St. Michaelis steht auf dem Michaeliskirchhof in der Altstadt von Zeitz, wohl als Nachfolgerin der Dorfkirche von Bosenrode. Die Gemeinde ist 1154 urkundlich erwähnt und besteht vermutlich seit mindestens dem 10. Jahrhundert. 1430 zerstörten die Hussiten die Kirche, die danach wieder aufgebaut wurde; um 1500 entstand der Westbau, und nach dem Brand von 1650 erhielten die Turmaufsätze 1680 ihre barocke Form.
Der Innenraum zeigt Werke verschiedener Epochen, darunter aufwändige Altäre und Buntglasfenster, die regionale Kunstfertigkeiten dokumentieren. Diese Werke erzählen von den künstlerischen Vorlieben der verschiedenen Generationen, die hier beteten und ihre Gaben hinterließen.
Das Gebäude ist während der Woche für Besucher geöffnet und hält regelmäßige Gottesdienste ab. Der Zugang ist über ausgewiesene Eingänge mit Rollstuhlzugang möglich.
Die große Glocke trägt ein Kreuzigungsrelief vom Ende des 13. Jahrhunderts und ist damit älter als der größte Teil der Ausstattung. Die Orgel, 1911 von Wilhelm Rühlmann als op. 338 erbaut, bewahrt den Böhme-Prospekt von 1826, der beidseits um je ein Pfeifenfeld erweitert wurde; ihre 3268 Pfeifen stehen auf Kegelladen.
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