Margaretenkirche, Protestantische Kirche in Aldingen, Deutschland
Die Margaretenkirche ist die evangelische Kirche von Aldingen, im spätgotischen Stil von Hans von Ulm erbaut und 1500 vollendet, wie der östliche Schlussstein im Chorgewölbe belegt. Ihr quadratischer Westturm hat rotbraune Eckquader, zwei kleine rundbogige Fenster mit Lamellen und eine dunkle Tafel mit goldener Schrift und endet in einem steilen Pyramidendach. Im Inneren befinden sich vierundzwanzig Grabdenkmäler der Herren von Kaltental.
Bereits 1100 gab Winther von Oßweil die Kirche an das Kloster Hirsau, die erste urkundliche Erwähnung Aldingens. Um 1318 band die Familie von Kaltental sie in eine ummauerte Kirchenburg ein. Hans von Ulm errichtete die spätgotische Kirche, die laut dem östlichen Schlussstein im Chorgewölbe 1500 vollendet wurde. Französische Soldaten plünderten sie 1693 und stahlen die Glocken.
Die Kirche ist der heiligen Margareta von Antiochia geweiht. Die Herren von Kaltental nutzten sie als Residenzkirche und Grablege, daher birgt sie vierundzwanzig Grabdenkmäler und weitere Kunstwerke aus ihrer Herrschaftszeit. Der westliche Schlussstein im Chorgewölbe zeigt das Wappen der Kaltentaler, der östliche die Jahreszahl 1500.
Die Kirche steht innerhalb der ummauerten Anlage der einstigen Kirchenburg; neben ihr sind Teile der Ringmauer und das um 1318 entstandene Pfaffenhaus erhalten, während das Aldinger Schlössle nach einem Brand im 18. Jahrhundert verloren ging. An der Südseite des Schiffs führt eine Außentreppe zu einer 1633 eingebauten Empore. Die Restaurierung von 2012 gab dem Innenraum einen neuen, von Werner Mally gestalteten Altar.
Das Fertigstellungsjahr steht nicht am Turm, sondern auf dem östlichen Schlussstein des Chorgewölbes, der das Jahr 1500 trägt; der westliche Schlussstein desselben Gewölbes zeigt das Wappen der Herren von Kaltental. Die Kirche wurde nach einem einheitlichen Plan von Hans von Ulm erbaut.
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