Schloss Remseck, Schloss im neugotischen Stil in Remseck am Neckar, Deutschland
Schloss Remseck ist ein neugotisches Schloss, das Major Franz von Grimm 1841/42 auf dem Bergsporn oberhalb der Remsmündung in den Neckar in Neckarrems erbauen ließ. Zur Anlage gehören das Schlösschen mit Nebengebäuden, ein Wirtschaftshof, eine Scheuer, ein Pferdestall und ein großer Garten; zusammen mit den Mauerresten der einstigen Burg Rems steht sie unter Denkmalschutz.
Das Schloss wurde 1841 von Major Franz von Grimm erbaut und ersetzte die frühere Burg Rems, die bis ins 11. Jahrhundert zurückreichte. Der Neubau stand damit in einer langen Kontinuität burgarchitektonischer Geschichte an diesem strategisch wichtigen Ort.
Das kulturelle Leben des Schlosses drehte sich um eine private Kunstgalerie, die Anton zu Inn- und Knyphausen und seine Frau Brita Gustavsson-Knyphausen von 1967 bis 1991 in dessen Räumen betrieben. Die aus Celle stammende Familie hatte das Anwesen im 19. Jahrhundert über Graf Edzard zu Inn- und Knyphausen, den Gemahl von Fanny Pauline von Gemmingen, erworben.
Das Privatschloss ist über den Schlossweg in Remseck am Neckar erreichbar, doch Besucher sollten Zutrittsbeschränkungen und die Privatsphäre der Bewohner respektieren. Der beste Blick auf das Gebäude entsteht oft von außen am Flussrand.
Die Stadt Remseck am Neckar benannte sich 1977 offiziell nach dem Schloss und ehrte damit seine zentrale Bedeutung für die zusammengelegten Gemeinden. Dieses seltene Beispiel einer Stadtnamengebung zeigt, wie prägend das Gebäude für die lokale Identität geworden ist.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.519 Mitwirkenden weltweit.