Schlosskirche Hochberg, Lutherische Kirche im Stadtteil Hochberg, Remseck am Neckar, Deutschland.
Die Schlosskirche Hochberg ist die evangelische Kirche von Hochberg, 1854 nach einem Entwurf des Ludwigsburger Bauamtes errichtet und neben der Berger Kirche in Stuttgart als frühester neugotischer Kirchenbau im Königreich Württemberg geltend. Das Kirchenschiff ist eine rechteckige Halle von 20,7 auf 13,25 Metern; Chor und Sakristei liegen im Nordwesten, das Hauptportal sitzt unter dem knapp 30 Meter hohen Turm an der Ostfront.
Vor der heutigen Kirche stand eine Kapelle unbekannten Alters; zwei Altäre für die Heiligen Barbara und Nikolaus lassen auf einen jüngeren Bau schließen. 1554 führte der Ortsherr Hans Dietrich Nothaft die Reformation in Hochberg ein. Im Orléansschen Krieg plünderten französische Truppen die Kapelle und raubten die Glocken; nach 1697 ließen Uriel von Gemmingen und seine Frau Esther sie wiederherstellen und stifteten neue Glocken. Weil die wachsende Gemeinde die Kapelle sprengte, überließ Karl von Hügel einen Teil des Schlosshofes für einen Neubau, begonnen 1852 und am 13. August 1854 eingeweiht.
Die Kirche trägt den Namen des nahen Hochberger Schlosses, dessen Herr Karl von Hügel einen Teil des Schlosshofes für den Neubau abtrat und dafür das Areal der alten Kapelle erhielt. Der silberne, vergoldete Abendmahlskelch soll einer lokalen Tradition zufolge von den drei Töchtern des Wolf Jacob Nothaft gestiftet worden sein, stammt aber wohl aus dem 16. Jahrhundert.
Die Kirche steht nahe dem Hochberger Schloss, und ihr Hauptportal liegt unter dem knapp 30 Meter hohen Turm an der Ostfront. Chor und Sakristei sind nach Nord-Westen ausgerichtet, der Eingang liegt also gegenüber dem Schlosszugang. Der Innenraum wurde nach einem Brand 1989 saniert, der Außenbereich 2002.
Der silberne, vergoldete Abendmahlskelch soll einer lokalen Tradition zufolge Anfang des 17. Jahrhunderts von den drei Töchtern des Wolf Jacob Nothaft gestiftet worden sein; Untersuchungen legen jedoch nahe, dass er aus dem 16. Jahrhundert stammt und wohl von dem 1497 erwähnten Ehepaar Wilhelm Adelmann von Adelmannsfelden und Kunigunde von Hirnheim gestiftet wurde.
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