Oblatenkloster Saarbrücken, Klosterkomplex im Stadtteil Rotenbühl, Saarbrücken, Deutschland.
Das Oblatenkloster ist ein ehemaliges Kloster der Oblaten im Saarbrücker Wohnviertel Rotenbühl, 1928 nach Plänen des Architekten Moritz Gombert in schlichtem Abstraktions-Historismus errichtet. In den L-förmigen Bau ist die Klosterkirche Maria von der Immerwährenden Hilfe eingefügt, ein rechteckiger Raum mit Tonnendecke, die zu den Seiten in eine Flachdecke übergeht. Ein bis zum Boden reichender Lanzettbogen trennt den Altarraum ab, niedrige Seitenschiffe öffnen sich durch Spitzbögen; seitlich schließt ein einfacher niedriger Kirchturm an.
Das Kloster entstand 1928 nach Plänen des Architekten Moritz Gombert als neuer Ort für das Ordensleben. Der Bau kam zwei Jahrzehnte vor der fertiggestellten Maria-Königin-Kirche, die später in der Nähe entstand und das religiöse Leben der Gegend prägte.
Die Klosterkirche trägt das Patrozinium Maria von der Immerwährenden Hilfe, ein in der katholischen Frömmigkeit verbreiteter Marientitel. Das Kloster diente bis zur Einweihung der neuen Pfarrkirche Maria Königin im Jahr 1959 als pastorales Zentrum und Klosterpfarrei für die Katholiken des Stadtteils. Das Gebäude steht heute leer und ungenutzt; Besucher können dort keine aktive religiöse Praxis beobachten.
Das Kloster liegt im Wohnviertel Rotenbühl in Saarbrücken, an den Koordinaten 49.24401, 7.01994. Der L-förmige Komplex und seine Kirche stehen seit der Aufgabe durch die Oblaten 2011 leer, und kein Nachnutzungsplan wurde verwirklicht; das Innere ist daher nicht für Besucher geöffnet. Die Ausstattung der Kirche wurde nach der Schließung verkauft, nur der schlichte steinerne Hochaltar blieb.
Ein großes Pfeifenorgel aus dem Jahr 1937 mit 19 Registern wurde aus diesem Gebäude entfernt und befindet sich heute in einer Kirche in Polen. Der Umzug des Instruments zeigt, wie religiöse Gegenstände zwischen Ländern wandern, wenn sich die Umstände einer Stätte ändern.
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