Kamelfichte, Historische Fichte an der Achtermannshöhe, Deutschland.
Die Kamelfichte war eine Fichte mit einem außergewöhnlichen Wuchs, die zwei längliche Höcker parallel zum Boden ausbildete, bevor sie sich nach oben aufrichtete und etwa zwölf Meter Höhe erreichte. Der markante Stamm mit seinen charakteristischen Ausformungen stand nahe dem Wanderweg zum Gipfel der Achtermannshöhe in etwa 925 Metern Höhe.
Der Baum wuchs seit dem 18. Jahrhundert heran und überstand in seinen frühen Jahren zwei Kronenschäden durch Bruchverletzungen. Im April 1937 wurde die Fichte offiziell zum Naturdenkmal erklärt und damit unter Schutz gestellt.
Der charakteristische Wuchs des Baumes mit seinen zwei Höckern machte ihn zu einem beliebten Motiv auf Postkarten und zu einem erkannten Wahrzeichen der Harz-Region. Besucher konnten das ungewöhnliche Erscheinungsbild lange Zeit von nah betrachten, bevor der Baum seine Bedeutung verlor.
Eine informative Tafel markiert den ursprünglichen Standort des Baumes unmittelbar neben dem Wanderweg, wodurch die Stelle leicht zu erreichen ist. Der Ort liegt auf dem Weg zum Gipfel und bietet sich als Rastplatz während einer Bergtour an.
Im Jahr 2016 wurde eine Nachbildung des charakteristischen Stammes geschaffen und im Kurteich-See der nahe gelegenen Stadt Braunlage aufgestellt. Diese Replik ermöglicht Besuchern, die besondere Form auch dort zu erleben, wenn sie die Gegend erkunden.
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