Bodendenkmal in Tussenhausen, #D-7-7829-0028, Burgstall in Tussenhausen, Bayern, Deutschland
Die Burg Angelberg ist eine abgegangene Höhenburg auf einer Geländezunge über dem Flossachtal, etwa 500 Meter nordnordöstlich der Kirche von Tussenhausen. Mauern oder Ruinen sind nicht erhalten; sichtbar sind ein planiertes, in Terrassen zum Ort auslaufendes Plateau, ein Halsgraben im Nordosten und ein bogenförmiger Wall um die frühere Vorburg. Der Burgstall ist ein geschütztes Bodendenkmal.
Die Burg Angelberg wurde um 1200 erbaut, als Heinrich und Conrad von Angelberg, Söhne des welfischen Ministerialen Conrad von Mazzensiez, die Geländezunge befestigen ließen. 1368 zerstörte Augsburg die Burg wegen eines Streits um Zollrechte am Lech, am 22. April 1525 brannten Bauern sie im Bauernkrieg nieder; beide Male wurde sie wieder aufgebaut. Nach 1742 wurden die Reste abgebrochen, 1829 auch der Turm niedergelegt.
Der Name Angelberg stammt von dem um 1200 erwähnten Ministerialengeschlecht von Angelberg. Die Anlage ist heute ein Bodendenkmal nach dem bayerischen Denkmalschutzgesetz von 1973. Sichtbar sind die planierten Terrassen, der Halsgraben und ein bogenförmiger Wall der Vorburg; eine Informationstafel erläutert die Geschichte der Burg.
Der Platz liegt unter der heutigen Bodenoberfläche und ist nicht direkt begehbar oder sichtbar. Interessierte können sich in Museen oder Archiven in München über die Funde und Erkenntnisse von dieser Stelle informieren.
Das greifbarste Relikt ist ein Brunnenschacht von etwa 18 Metern Tiefe und 1,5 Metern Durchmesser, dessen moderner Aufbau 1992 zugemauert wurde. Eine Infotafel vor Ort erläutert die verschwundene Burg. Im 18. Jahrhundert wurden Steine der Ruine für den Aufbau der Brauerei im benachbarten Schloss Mattsies verwendet.
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