Galgenablass, Invertierter Syphon in Augsburg, Deutschland
Der Düker ist ein umgekehrtes Siphonsystem in Augsburg, das zwei Bäche unterirdisch kreuzt. Das Bauwerk besteht aus unterirdischen Druckleitungen, die das Wasser von oben herabfließen lassen und es unter Druck durch den Kreuzungspunkt führen.
Der Galgenablass ist über 500 Jahre alt: Der Grenzgraben, der bis 1806 die Grenze zwischen der Freien Reichsstadt Augsburg und dem Kurfürstentum Bayern markierte, kreuzt hier seit etwa 1500 den Siebenbrunner Bach, ursprünglich in einer Holzbrücke. Ein Schütz hing an einer galgenförmigen Holzkonstruktion, daher der Name der Wasserkreuzung. 1870 wurde der Siebenbrunner Bach vertieft, um die Energieausbeute der nahen Mechanischen Weberei zu erhöhen.
Der Name Galgenablass stammt von einem Schütz, dessen Schieber an einer galgenförmigen Holzkonstruktion aus Stütze und Kragträger hing; mit einer Richtstätte hat er nichts zu tun. Die Wasserkreuzung trennte Brauch- und Trinkwasser, und der Grenzgraben markierte bis 1806 die Grenze zwischen der Freien Reichsstadt Augsburg und dem Kurfürstentum Bayern.
Der Galgenablass liegt im Siebentischwald nahe der Siebenbrunner Straße, etwa auf halbem Weg zwischen Siebenbrunn und dem Hochablass. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto ist er nicht direkt erreichbar; man besucht ihn zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Sichtbar sind zwei niedrige graue Betonblöcke an der Wasseroberfläche, einer flussaufwärts am linken Ufer, einer flussabwärts leicht rechts davon.
Der Name stammt von der galgenförmigen Holzkonstruktion, an der bis ins 19. Jahrhundert ein Schütz hing; im Bauwesen heißt ein Träger mit Kragarm „Galgen“. Mit einer Richtstätte hat der Name nichts zu tun. Die Wasserkreuzung ist über 500 Jahre alt.
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