Palais Lanz, Residenzpalais im Stadtteil Oststadt, Mannheim, Deutschland
Die Lanz-Villa ist ein vierstöckiges Wohnpalais aus gelblichem Sandstein im Stadtteil Oststadt von Mannheim, Deutschland. Das Gebäude zeigt Portiken, Gesimse und Pilaster in französischer Architektursprache und verfügt über etwa 4.100 Quadratmeter Fläche mit Deckenhöhen zwischen vier und sieben Metern.
Der Industrielle Karl Lanz beauftragte den französischen Architekten Eugène Saint-Ange mit dem Bau zwischen 1907 und 1913, während der Zeit des Deutschen Kaiserreichs. Die Wahl des französischen Stils löste damals Kritik aus, da die deutsch-französischen Beziehungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts angespannt waren.
Der Name verweist auf den Industriellen Karl Lanz, dessen Familie das Gebäude bis 1954 bewohnte und später als repräsentativen Sitz für verschiedene Firmen nutzte. Heute dient es als Bürostandort mit Empfangsräumen, die weiterhin ihre ursprüngliche Ausstattung zeigen und Besuchern einen Eindruck vom großbürgerlichen Lebensstil des frühen 20. Jahrhunderts vermitteln.
Das Gebäude wird heute als Bürostandort genutzt und ist von außen zu besichtigen, die Innenräume sind in der Regel nicht öffentlich zugänglich. Die Fassade lässt sich gut von der Straße aus betrachten, besonders bei Tageslicht kommen die hellen Sandsteindetails zur Geltung.
Die Eingangshalle mit ihren Marmorsäulen und die Prunkräume im Erdgeschoss bewahren noch heute originale Holzschnitzereien und Stuckarbeiten im neoklassizistischen Stil. Diese Details zählen zu den wenigen erhaltenen Beispielen französisch geprägter Innenausstattung in Mannheimer Privatbauten aus jener Zeit.
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