Burg Syke, Burg- und Amtshofanlage in Syke, Deutschland
Burg Syke ist eine ehemalige Burg in Syke, deren Areal von einem Ringwall von bis zu 2,5 Metern Höhe und rund 9 Metern Breite umschlossen wird, der aus Heideplaggen über einer Holzkonstruktion errichtet wurde. Innerhalb stehen das Kornzinshaus, eine 1592 erbaute und nach 1850 verkürzte Zehntscheune, sowie das von 1738 bis 1740 am einstigen Burgzugang errichtete Torhaus. Die Anlage dient heute als Amtshof mit Behörden und dem Amtsgericht Syke.
Die Burg wurde um 1270 durch die Grafen von Neubruchhausen gegründet und diente als Befestigungsanlage in der Region. Sie wechselte später zwischen verschiedenen Adelshäusern die Herrschaft, bevor sie in ihrer heutigen Form erhalten blieb.
Der Ort ist bis heute Verwaltungssitz: Das 1738 bis 1740 am einstigen Burgzugang errichtete Torhaus enthielt bis 1845 Gefängniszellen und beherbergte später die Kreisverwaltung. Das Kornzinshaus, eine laut Inschrift 1592 erbaute Zehntscheune, wurde nach 1850 von 33 auf 24 Meter verkürzt.
Auf dem Gelände haben heute mehrere Behörden und Institutionen ihren Sitz, darunter das Amtsgericht Syke in einem 1845 als Criminalamt erbauten Gebäude und Teile des Syker Gymnasiums in neueren Bauten. Das Torhaus, 1738 bis 1740 am einstigen Burgzugang errichtet, enthielt bis 1845 Gefängniszellen. Besucher bleiben auf den zugänglichen Außenflächen und respektieren die genutzten Amtsräume.
Der Ringwall ist bis zu 2,5 Meter hoch und rund 9 Meter breit, aus Heideplaggen über einer Holzkonstruktion errichtet, bei einem ursprünglichen Durchmesser von etwa 125 Metern. Ausgrabungen 1968 und 1969 legten einen Schnitt durch ihn an; die Errichtungszeit ließ sich nicht ermitteln und wird im Frühmittelalter vermutet.
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