Reichsbankgebäude, Historisches Bankgebäude in Lübeck, Deutschland.
Die Deutsche Bundesbank Lübeck ist ein dreigeschossiges Gebäude aus rotem Backstein in der Hansestadt, das neoklassizistische Elemente mit traditioneller deutscher Baukunst verbindet. Die markanten Natursteinsäulen an der Eingangsfassade und die großen Fenster prägen das Erscheinungsbild, ergänzt durch einen 2000 hinzugefügten Sandsteinerweiterungsteil.
Das Gebäude wurde 1936 unter der Leitung des Architekten Heinrich Wolff errichtet und fungierte zunächst als Reichsbankhauptquartier in Lübeck. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es bis 2015 von der Deutschen Bundesbank genutzt.
Die Eingangshalle enthält Bleiglasfenster mit Handelsdarstellungen und eine Gedenktafel für gefallene Reichsbankangehörige aus dem Ersten Weltkrieg.
Das Gebäude befindet sich zentral in Lübeck und ist zu Fuß leicht erreichbar; das Äußere kann vom öffentlichen Raum aus betrachtet werden. Da das Gebäude heute nicht für reguläre Besuche zugänglich ist, konzentriert sich das Interesse auf die architektonische Fassade und die Lage im historischen Stadtgefüge.
Das Gebäude wurde 2024 von der Lübecker Musikakademie mit Unterstützung der Possehl-Stiftung erworben und wird nun einem neuen kulturellen Zweck zugeführt. Diese Umwandlung von einer Finanzinstitution zu einem Zentrum für musikalische Ausbildung zeigt die Wiedernutzung historischer Strukturen für zeitgenössische Bedürfnisse.
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