Salzspeicher, Salzspeicherkomplex nahe dem Holstentor, Lübeck, Deutschland.
Der Salzspeicher ist ein Komplex aus sechs Backsteingebäuden an der Trave mit großen Bogenfenstern und mehreren Stockwerken. Die Bauwerke sind so angelegt, dass Salz effizient gelagert und verwaltet werden konnte, wobei die Nähe zum Wasser den Transport erleichterte.
Die Gebäude entstanden zwischen 1579 und 1745, als Kaufleute Salz aus den Salzgruben von Lüneburg lagerten und verteilten. Diese Tätigkeit machte Lübeck zu einem der wichtigsten Handelszentren Nordeuropas im Mittelalter und der Frühen Neuzeit.
Die sechs Backsteinbauten stehen für die kaufmännische Kraft der Hansestadt und prägen mit ihrer roten Fassade das Bild des Flussufers. Sie zeigen, wie wichtig Salzhandel für Lübecks Wohlstand war und wie stolz Kaufleute ihre Geschäfte durch solch prächtige Bauten zur Schau stellten.
Die Gebäude sind von außen frei zugänglich und bieten einen guten Blick auf die architektonische Gestaltung von der Straße oder vom Flussufer aus. Im Inneren befinden sich heute Läden und Restaurants, die man besuchen kann, wenn man eine Pause einlegen möchte.
Die Gebäude dienten 1922 als Filmschauplatz für den Horrorfilm Nosferatu und wurden dort als Heimat des Grafen Orlok dargestellt. Diese Filmrolle machte den Komplex über die lokale Geschichte hinaus weltweit bekannt.
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