Lutherkirche, Protestantische Kirche in Holzminden, Deutschland.
Die Lutherkirche ist eine evangelische Kirche in Holzminden mit weißen Wänden und rotbraunen Steinrahmungen. Auf ihrem quadratischen Westturm sitzt ein steiler, grün verkleideter Helm mit Zifferblatt; das Schiff im Osten trägt ein dunkelbraunes Dach mit drei kleinen Dachgauben und zwei rundbogigen, vergitterten Fenstern in Steinrahmen. Im Inneren tragen zwei Achteckpfeiler Kreuzgratgewölbe.
Die der hl. Maria geweihte Pfarrkirche ist erstmals für 1231 belegt; die mittelalterliche Kirche war eine gewölbte dreischiffige Hallenkirche mit Westturm, dessen Schießscharten und eingemauerte Steinkugeln auf den Wehrcharakter verweisen. Eine auf 1506 datierte Inschrifttafel an der Südwestecke des Turms belegt Wiederherstellungsarbeiten. Nach Einführung der Reformation 1568 wurde die Kirche ab 1577 zu einer zweischiffigen Halle mit zwei Achteckpfeilern umgebaut; 1595 wurde der Turmhelm aufgesetzt. 1640 brannte die Kirche aus und verlor den Helm, der 1659 wiedererrichtet wurde; 1898 zerstörte ein Orkan den Helm erneut, was eine 1900 abgeschlossene Restaurierung mit Anbau von Chorraum, Sakristei und Taufkapelle auslöste.
Ursprünglich der hl. Maria geweiht, trägt die Kirche den Namen Luther erst in neuerer Zeit; die Gemeinde behielt ihn bei der Fusion mit St. Michaelis am 1. Januar 2021. Von 1655 bis 1837 war mit der Predigtstelle das Amt eines Generalsuperintendenten des braunschweigischen Weserdistrikts und die Würde eines Abts von Amelungsborn verbunden. Eine auf 1506 datierte Inschrifttafel an der Südwestecke des Turms erinnert an spätmittelalterliche Wiederherstellungsarbeiten.
Die Kirche steht im Zentrum Holzmindens; ihr Westturm ist zur Straße gerichtet, Schiff und Apsis liegen dahinter. Die von Rudolf Janke 1968 bis 1970 gebaute Orgel befindet sich nordseitig über einem Seiteneingang. An der Südwestecke des Turms ist eine auf 1506 datierte Inschrifttafel zu sehen; eingemauerte Steinkugeln und Schießscharten erinnern an den wehrhaften Charakter des Turms.
Am unteren Turm sind noch Schießscharten und eingemauerte Steinkugeln zu erkennen, Reste seiner ursprünglichen Wehrfunktion. Eine auf 1506 datierte Inschrifttafel an der Südwestecke erinnert an spätmittelalterliche Reparaturen. Der heutige grün verkleidete Turmhelm ist eine Rekonstruktion: Ein Orkan zerstörte 1898 den Vorgänger, und dieser Wiederaufbau wurde zum Anlass einer durchgreifenden Restaurierung, die 1900 abgeschlossen war.
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