Schloss Eythra, Herrensitz in Eythra, Deutschland.
Rittergut Eythra war ein Herrenhaus mit dreiflügeliger Barockarchitektur, großflächigen Gärten und einem prominenten Eingang zum zentralen Hof des Anwesens. Die Gebäudeanlage folgte dem typischen Muster großer Landgüter mit funktionalen Räumen für Verwaltung und Wohnzwecke.
Das Anwesen entstand aus einer slawischen Festung des 10. Jahrhunderts, die später zu einer Renaissanceanlage umgestaltet wurde. 1658 übernahm Johann Georg von Rechenberg das Projekt und prägte die Bauform, die danach bestand.
Der Speisesaal war mit Tapeten nach Piranesis Serie "Vedute di Roma" ausgestattet, was das Interesse der Gutsbesitzer des 18. Jahrhunderts an der Antike zeigt. Diese Wanddekorationen spiegeln wider, wie gebildete deutsche Familien damals ihre Räume gestalteten.
Das Anwesen ist heute nicht mehr vorhanden, da es in den 1980er Jahren abgerissen wurde. Besucher können die Geschichte des Ortes durch historische Aufzeichnungen und eventuell noch vorhandene Grundmauern nachvollziehen.
Johanna Luise vom und zum Stein, die im späten 18. Jahrhundert dort lebte, stand in Briefwechsel mit Goethe und war eine Vertraute intellectueller Zirkel ihrer Zeit. Ihre Präsenz verband das Landgut mit bedeutenden kulturellen Kreisen des deutschsprachigen Raums.
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