Burg Rotenburg, Mittelalterliche Burg in Rotenburg an der Wümme, Deutschland
Die Burg Rotenburg ist eine ehemalige hochmittelalterliche Burg des Bistums Verden, von der heute nur noch ein Schutthügel auf dem erhöhten Burgplatz und im Osten die Reste der letzten Befestigungsgräben erkennbar sind. Sie lag an der Wümme im sumpfigen Mündungsgebiet der Bäche Rodau und Wiedau. Im Torbereich wurden die 2,35 m starken Mauern eines Turmes von etwa 14 m Durchmesser ergraben, der bereits abgetragen war, als neben ihm ein massives rechteckiges Bauwerk, vermutlich ein Pforthaus, errichtet wurde.
Der Fürstbischof Rudolf I. von Verden gründete die Befestigung 1195 und legte damit den Grundstein für den späteren Stadtkern. Die Anlage blieb über Jahrhunderte hinweg ein wichtiges Verwaltungszentrum und prägte die politische und wirtschaftliche Entwicklung der Region.
Die Verdener Bischöfe nutzten die Rotenburg als Nebenresidenz und hielten sich dort häufig auf, um dem Einfluss des Verdener Domkapitels zu entgehen. Später wurde der Ort schwedischer Amtssitz; seit 1954/55 beherbergt ein auf das Gelände versetztes niederdeutsches Hallenhaus von 1779 das Rotenburger Heimatmuseum.
Erhalten sind nur ein Schutthügel auf dem erhöhten Burgplatz und im Osten die Reste der letzten Befestigungsgräben; das Gelände ist offene Fläche, kein Gebäude mit Räumen. Auf dem Burgareal steht seit 1954/55 das Rotenburger Heimatmuseum in einem translozierten niederdeutschen Hallenhaus von 1779. Auch die Bischofshöhe, ein nachträglich versteilter Rest der Festung, lässt sich ausfindig machen.
Auf dem Burgareal steht heute ein niederdeutsches Hallenhaus von 1779, das 1954/55 für das Rotenburger Heimatmuseum auf das Gelände versetzt wurde. Im Torbereich wurden die 2,35 m starken Mauern eines Turmes von etwa 14 m Durchmesser ergraben; er war bereits abgetragen, als daneben ein massives rechteckiges Bauwerk, vermutlich ein Pforthaus, errichtet wurde.
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