Schwägrichens Garten, Historischer Garten in Leipzig, Deutschland
Schwägrichens Garten ist ein historischer Garten in Leipzig mit zwei unterschiedlich gestalteten Bereichen. Der obere Teil zeigt geometrische Blumenbeete nach niederländisch-französischem Vorbild, während der untere Abschnitt englische Landschaftsgartenprinzipien folgt.
Im 17. Jahrhundert legte die Familie Volckmar hier einen Garten an; bis 1683 gehörte er dem Theologen Johann Adam Scherzer, dessen zweite Ehefrau eine geborene Volckmar war. Ab 1741 ließ Christoph Georg Winckler ein Gartenhaus, ein Gutshaus und ein Gewächshaus errichten, und der Name Wincklerscher Garten bürgerte sich ein. 1814 kam das Grundstück an den Damast- und Leinwandfabrikanten Christian Gottlieb Schwägrichen, der es später seinem Bruder Christian Friedrich Schwägrichen überließ, von 1807 bis 1837 Direktor des Botanischen Gartens der Universität. Die Witwe verkaufte 1858 einen Teil an den Bankier Wilhelm Theodor Seyfferth für den Johannapark; die Erbinnen verkauften den Rest 1888 für 2,5 Millionen Mark an die Stadt, und der Erlös finanzierte eine Stiftung.
Der Garten ist nach Christian Friedrich Schwägrichen benannt, Botanikprofessor und von 1807 bis 1837 Direktor des Botanischen Gartens der Universität Leipzig. In dieser Zeit legte er seinen Garten teilweise mit dem Botanischen Garten zusammen, der im benachbarten Trierschen Garten entstand. Die beiden Erbinnen Ottilie Döring und Sidonie Gröppler verkauften das restliche Gebiet 1888 für 2,5 Millionen Mark an die Stadt und stifteten die letzte Rate von 600.000 Mark für eine Stiftung zugunsten der gebildeten Stände, wofür Straßen nach ihnen benannt wurden.
Das Gelände war ursprünglich durch einen Wassergraben begrenzt und durch eine Brücke mit der Umgebung verbunden, was die Orientierung erleichtert. Heute können Besucher die historische Struktur des Platzes nachvollziehen, indem sie die beiden Gartenbereiche erkunden.
Die beiden großen Teiche gehörten zum südlich benachbarten Trierschen Garten, nicht zu Schwägrichens Garten. Hier war der Fontänenbrunnen hinter dem Gartenhaus das Besondere, den Christoph Georg Winckler anlegen ließ: ein Hauptstrahl mit 16 Bogenstrahlen, damals einer der schönsten Leipzigs.
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