Mahnmal für die Opfer des Naziregimes, Mahnmal in Itzehoe, Deutschland.
Das Mahnmal für die Opfer des Naziregimes ist eine Backsteinstele mit vier radialen, beschrifteten Tafeln, die von einem schmiedeeisernen Käfig umschlossen wird. Entworfen wurde es von dem Architekten Fritz Höger; eingeweiht wurde es am 8. September 1946 an seinem ursprünglichen Standort in Itzehoe.
Initiiert wurde das Mahnmal von Gyula Trebitsch, einem ungarischen Holocaust-Überlebenden, der nach seiner Befreiung aus Wöbbelin die jüdische Gemeinde Itzehoes gründete; eingeweiht wurde es am 8. September 1946. Trebitsch bat den in Bekenreihe wohnenden Architekten Fritz Höger um die Gestaltung, nachdem er dessen Chilehaus in Hamburg gesehen hatte. 1957 wurde es abgebaut und in einen Stadtpark versetzt, 1995 weihte Heide Simonis es am ursprünglichen Ort erneut ein.
Das Denkmal ist Schauplatz jährlicher Gedenkveranstaltungen, bei denen sich Bewohner treffen, um an die Opfer der Naziherrschaft zu erinnern. Diese Zusammenkünfte prägen das Erscheinungsbild des Ortes und zeigen seine Bedeutung für die lokale Gemeinschaft.
Man erreicht das Denkmal über ausgewiesene Parkplätze, die für Pkw und Wohnmobile vorgesehen sind, wobei in der Nähe Stromanschlüsse verfügbar sind. Das Gelände ist frei zugänglich und das Gelände bietet ausreichend Platz zum Erkunden und Verweilen.
1957 wurde das Mahnmal abgebaut und in einem abseits gelegenen Stadtpark hinter einer Baumgruppe wieder aufgestellt. Erst 1989 ergriff Gyula Trebitsch wieder das Wort an „seinem“ Denkmal, enttäuscht und entsetzt; sechs weitere Jahre vergingen, bis es 1995 an der ursprünglichen Stelle erneut eingeweiht wurde.
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